Reisen gehört für Millionen Menschen zur schönsten Zeit des Jahres. Doch nicht überall auf der Welt ist sie unbedenklich. Die aktuelle „Risk Map“ der Unternehmen Safeture und Riskline zeigt, welche Länder 2026 als sicher und welche als gefährlich gelten. Die Analyse bewertet über 190 Staaten nach politischer Stabilität, Kriminalität, Gesundheitssystem und Infrastruktur. Wer sich auf die nächste Urlaubsplanung vorbereitet, sollte die neuen Daten genau betrachten – und sich informieren, wo Vorsicht geboten ist. Eine Auswahl sicherer Reiseideen für das kommende Jahr gibt es auch unter Reisehighlights 2026.
Inhaltsverzeichnis:
- Die gefährlichsten Länder laut Safeture und Riskline
- Konflikte in Ostafrika und Asien
- Die sichersten Reiseziele 2026
- Städte im Vergleich: Sicherheit 2026
- Stabilität bleibt relativ
Die gefährlichsten Länder laut Safeture und Riskline
Laut der Bewertung zählen zehn Länder zu den riskantesten Reisezielen. Besonders betroffen sind Regionen mit politischer Instabilität oder bewaffneten Konflikten. Zu den gefährlichsten Ländern 2026 gehören Afghanistan, Ecuador, Haiti, Myanmar, Pakistan, Somalia, Südsudan, Sudan und die Ukraine.
Marcel Brandt, Chief Sales Officer von Safeture, fasst zusammen: „Die Welt ist leider nicht sicherer geworden. Im Gegenteil: Vielerorts kommen neue Reiserisiken hinzu und Gefahrenlagen verändern sich sehr schnell.“
Weitere Regionen mit steigender Unsicherheit sind der Iran, Israel, der Libanon und Syrien sowie das Westjordanland und der Gazastreifen. In Sudan droht laut Einschätzung eine faktische Teilung zwischen SAF und RSF, während Hungersnot und Vertreibung die größte humanitäre Krise weltweit auslösen könnten. In Haiti bleibt die Lage ungewiss, Wahlen könnten Stabilität bringen, doch ein politischer Zusammenbruch ist möglich.
Konflikte in Ostafrika und Asien
Auch in Ostafrika bleibt die Lage kritisch. Spannungen zwischen Äthiopien und Eritrea könnten laut Safeture eine regionale Eskalation verursachen. Für 2026 werden erneute Kämpfe in Amhara sowie ein eingefrorener Konflikt in Tigra befürchtet.
In Asien gelten Myanmar und Nordkorea als besonders unberechenbar. Ursachen sind interne Konflikte, staatliche Kontrolle und der Mangel an öffentlichen Dienstleistungen. Reisen nach Papua-Neuguinea, Libyen, Haiti, Venezuela und Guyana bergen ebenfalls Risiken. Kriminalität, schlechte Verkehrsinfrastruktur und eingeschränkte Flugverbindungen machen sie gefährlich.
In Afghanistan sind Anschläge auf Verkehrswege und öffentliche Einrichtungen weiterhin häufig. Frauen und LGBTQIA+-Reisende sind besonders gefährdet. Nach der Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 haben sich die restriktiven Gesetze verschärft.
Wer dennoch ferne Ziele sucht, kann sich in unserem Beitrag über faszinierende Fernreisen inspirieren lassen.
Die sichersten Reiseziele 2026
Neben den Risikogebieten zeigt die Analyse auch zahlreiche sichere Staaten. Australien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Irland, Kanada, Norwegen und Portugal gehören zur niedrigsten Gefahrenstufe. Fast alle Länder Europas – mit Ausnahme der Ukraine, Russland, Türkei und Republik Moldau – werden als stabil eingeschätzt.
Einige Länder, etwa Frankreich, Spanien, Schweden und Großbritannien, sind jedoch in eine höhere Risikokategorie aufgestiegen. Gründe sind politische Spannungen, Demonstrationen, Unwetter und Überschwemmungen.
In Afrika gelten Marokko, Namibia und Botswana als sicher. In Ozeanien sind Französisch-Polynesien, Fidschi, Tonga und Vanuatu auf der Karte hellgrün markiert. Auch viele Regionen Asiens wie Japan, Südkorea, Vietnam, Katar, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate gelten als stabil. In Nord- und Südamerika sind die USA, Costa Rica, Chile, Uruguay und Argentinien sichere Ziele.
Weitere Inspirationen zu ruhigen und sicheren Regionen in Europa bietet der Artikel Ruhe und Natur in Westschweden.
Städte im Vergleich - Sicherheit 2026
Neben Ländern wurden auch Städte weltweit bewertet. Die Analyse zeigt deutliche Unterschiede:
| Sicherste Städte 2026 | Unsicherste Städte 2026 |
|---|---|
| Abu Dhabi (VAE) | Caracas (Venezuela) |
| Bern (Schweiz) | Dili (Osttimor) |
| Montevideo (Uruguay) | Goma (DR Kongo) |
| München (Deutschland) | Kabul (Afghanistan) |
| Ottawa (Kanada) | Khartum (Sudan) |
| Perth (Australien) | Mogadischu (Somalia) |
| Reykjavík (Island) | Port Moresby (Papua-Neuguinea) |
| Singapur (Singapur) | Port-au-Prince (Haiti) |
| Tokio (Japan) | Quetta (Pakistan) |
| Vancouver (Kanada) | — |
München und Bern zählen zu den sichersten Städten weltweit. Demgegenüber stehen Kabul, Mogadischu und Port-au-Prince als Orte mit hoher Gefährdung. Die Daten stammen aus der Auswertung von Sicherheitsindikatoren, Infrastruktur und aktueller Lagebeurteilung durch Safeture und Riskline.
Stabilität bleibt relativ
Die globale Sicherheitslage verändert sich schnell. Naturkatastrophen, politische Spannungen und soziale Konflikte beeinflussen viele Regionen. Auch Europa ist nicht völlig frei von Risiken. Dennoch zeigen die Daten: Ein großer Teil der Welt bietet 2026 stabile Bedingungen für Reisen.
Wer Urlaub plant, sollte aktuelle Reisewarnungen beachten und flexibel bleiben. Empfehlungen und aktuelle Hinweise sind im Beitrag aktuelle Reisewarnungen des Auswärtigen Amts zu finden.
So wird Reisen im Jahr 2026 – mit guter Vorbereitung – nicht nur möglich, sondern vielerorts auch sicher.
Quelle: Reisereporter, Webrivaig
FAQ
Welche Länder gelten 2026 laut Safeture und Riskline als besonders gefährlich?
Zu den gefährlichsten Ländern gehören Afghanistan, Ecuador, Haiti, Myanmar, Pakistan, Somalia, Südsudan, Sudan und die Ukraine. Diese Regionen sind von politischen Konflikten, Instabilität und hoher Kriminalität geprägt.
Welche Staaten zählen zu den sichersten Reisezielen im Jahr 2026?
Laut der „Risk Map“ gelten Australien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Irland, Kanada, Norwegen und Portugal als besonders sicher. Auch große Teile Europas, Nordamerikas und Ozeaniens weisen eine niedrige Gefahrenstufe auf.
Welche Städte gelten als besonders sicher oder unsicher?
Zu den sichersten Städten zählen München, Bern, Tokio und Vancouver. Dagegen gelten Kabul, Mogadischu und Port-au-Prince als unsicher. Diese Einschätzung basiert auf politischen und sozialen Risikofaktoren.
Wie hat sich die Sicherheitslage weltweit verändert?
Die Sicherheitslage hat sich laut Safeture im Vergleich zum Vorjahr in vielen Regionen verschlechtert. Konflikte im Nahen Osten, in Afrika und Asien haben zugenommen, während Naturkatastrophen und politische Unruhen auch Europa betreffen.
Wo finde ich aktuelle Informationen zu Reisewarnungen?
Aktuelle Hinweise und Empfehlungen finden Reisende im Beitrag aktuelle Reisewarnungen des Auswärtigen Amts. Dort werden regelmäßig neue Sicherheitsinformationen veröffentlicht.
Welche Faktoren beeinflussen die Bewertung der Reisesicherheit?
Die „Risk Map“ berücksichtigt politische Stabilität, Gesundheitsrisiken, Infrastruktur, Umweltfaktoren und Kriminalitätsraten. Diese Indikatoren bestimmen die Einstufung jedes Landes in eine Sicherheitskategorie.