Gesunde Ernährung senkt Bluthochdruck
Gesunde Ernährung senkt Bluthochdruck, Foto: Pixabay

Weltweit leidet rund ein Drittel aller Erwachsenen an Bluthochdruck. Vier von fünf Betroffenen werden nicht ausreichend behandelt. Die Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte dazu im September 2023 einen Bericht, der die Folgen dieser Erkrankung deutlich macht. Eine gezielte Ernährung kann helfen, die Belastung für Herz und Gefäße zu verringern.

Inhaltsverzeichnis:

Bericht der Weltgesundheitsorganisation zeigt Ausmaß

Die Weltgesundheitsorganisation stellte fest, dass weltweit etwa 33 % der Erwachsenen an Bluthochdruck leiden. Vier von fünf Betroffenen erhalten keine angemessene Behandlung. Dies führt zu einem hohen Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte und Nierenerkrankungen. Fachleute weisen darauf hin, dass Ernährung ein entscheidender Faktor bei der Vorbeugung sein kann.

Wichtige Risikofaktoren sind übermäßiger Salzkonsum, Bewegungsmangel und Übergewicht. Gleichzeitig belegen Studien, dass bestimmte Lebensmittel helfen können, den Blutdruck zu stabilisieren.

Edith Cowan University untersucht Flavonoide

Eine Studie der Edith Cowan University in Australien zeigte, dass flavonoidreiche Nahrungsmittel die Herzgesundheit unterstützen können. Besonders Beeren wie Heidelbeeren, Erdbeeren und Himbeeren sind reich an Flavonoiden und Antioxidantien.

  • Antioxidantien schützen die Blutgefäße vor Schäden.
  • Flavonoide fördern die Bildung von Stickstoffmonoxid.
  • Stickstoffmonoxid entspannt die Gefäße und kann den Blutdruck senken.

Regelmäßiger Verzehr von Beeren kann somit einen messbaren Beitrag zum Schutz des Herz-Kreislauf-Systems leisten.

Grünes Blattgemüse liefert Kalium und Nitrate

Spinat, Mangold und Grünkohl sind reich an Kalium. Dieses Mineral gleicht den Einfluss von Natrium aus, indem es die Ausscheidung von überschüssigem Natrium fördert. Kaliumreiche Lebensmittel senken das Risiko für Bluthochdruck deutlich.

Iss Spinat und grünes Gemüse
Iss Spinat und grünes Gemüse, Foto: pixabay

Zudem enthalten diese Gemüsearten Nitrate. Diese können die Gefäße erweitern und dadurch den Blutdruck senken. Die Kombination aus Kalium und Nitrat macht grünes Blattgemüse zu einem wichtigen Bestandteil einer herzgesunden Ernährung.

Joghurt und Haferflocken als Herzschutz

Fettarmer Joghurt liefert Kalzium und probiotische Bakterien. Kalzium beeinflusst die Muskulatur der Blutgefäße und damit deren Weite. Probiotika unterstützen die Darmflora und verbessern die Nährstoffaufnahme. Diese Faktoren stabilisieren den Blutdruck und wirken positiv auf den Kreislauf.

Auch Haferflocken tragen zur Herzgesundheit bei. Sie enthalten Beta-Glucane, die den Cholesterinspiegel senken können. Ein hoher Cholesterinspiegel gilt als Risikofaktor für Gefäßverengungen und Herzkrankheiten.

Erdbeeren und Joghurt senken den Blutdruck
Erdbeeren und Joghurt senken den Blutdruck, Foto: Pixabay

Lachs mit Omega-3-Fettsäuren

Lachs ist reich an Omega-3-Fettsäuren, insbesondere an EPA und DHA. Diese Fettsäuren wirken entzündungshemmend, verbessern die Fließeigenschaften des Blutes und können die Blutgerinnung regulieren. Regelmäßiger Verzehr von Lachs senkt das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Symptome von Bluthochdruck erkennen

Bluthochdruck bleibt oft lange unbemerkt. Typische Anzeichen sind:

  1. Kopfschmerzen am Morgen
  2. Schwindel oder Benommenheit
  3. Atemnot
  4. Beschleunigter Puls

Unbehandelter Bluthochdruck kann Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen verursachen. Daher ist eine ärztliche Untersuchung wichtig. Blutdruckmessungen und weitere Tests helfen, Ursachen zu klären und passende Therapien einzuleiten.

Bedeutung von Prävention und Behandlung

Der Bericht der Weltgesundheitsorganisation zeigt deutlich, wie verbreitet Bluthochdruck ist. Eine konsequente Ernährung mit Beeren, grünem Gemüse, Joghurt, Haferflocken und Lachs kann das Risiko verringern. Ebenso entscheidend sind regelmäßige ärztliche Kontrollen und rechtzeitige Behandlungen.

Wer Risikofaktoren kennt und vorbeugende Maßnahmen ergreift, kann die Herzgesundheit langfristig schützen.

Quelle: Focus